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Sollte es ein Tiger Woods Comeback geben?

Das Internationale Olympische Komitee hat die finale Entscheidung getroffen, dass Golf weiter im olympischen Programm vertreten bleibt. Leider konnten zahlreiche Stars für Rio 2016 nicht antreten. Deswegen stand der Golfsport als olympische Disziplin erneut auf dem Prüfstand.

Erst 2016 wurde die Rückkehr nach 112 Jahren Olympia-Abstinenz wieder Realität. Denn zuletzt stand Golf bei den dritten Olympischen Spielen 1904 in St. Louis, im US-Bundesstaat Missouri auf dem Programm. Bis zur nächsten Olympiade in Paris 2024 soll Golf sicher unter den 28 Olympia Disziplinen bleiben. Das hat das IOC auf seiner Sitzung im peruanischen Lima entschieden.

Der Status des Golfsports bei Olympia hat in Rio sicher gelitten. Obwohl die Vorfreude bei den internationalen Golfverbänden riesig war und der Aufwand um die vorher durchgeführte "Olympia-Werbetour" mit Spitzengolferinnen und -golfern wie Anika Sörenstamm, Tiger Woods oder Phil Mickelson hervorragend ankam, war es letztendlich nur eine Farce. Denn es hagelte nur Absagen von den erfolgreichsten Golfern der Welt. Besonders aus dem Teilnehmerfeld der Männer nahmen lediglich siebzehn der fünfzig Top-Golfer teil. Boykottiert wurden die Olympischen Spiele sogar von Jordan Spieth, Jason Day, Dustin Johnson und Rory McIlroy.

Zeitgebens lag die Absage an dem hohen Risiko des Zika-Virus für die Familienplanung der Sportler. Doch analysiert man die Situation genau, konnten bei weitem nicht alle Sportler glaubhaft versichern, dass sie allein aus gesundheitlichen Gründen die Teilnahme an den Olympischen Spielen absagten.

Beispielsweise der damalige Weltranglisten-Vierte Rory McIlroy (aktuell Platz acht) begründete seine Nichtteilnahme zunächst mit dem Zika-Virus. Doch kurz vor seiner Absage soll der Golfprofi aus Nordirland seinen Urlaub mit seiner Freundin auf Barbados verbracht haben - dort, wo die Zika-Gefahr dem gleichen Gefahrenlevel wie in Brasilien entsprach. Auf einer Pressekonferenz, während der British Open ließ der Spieler dann doch tiefer blicken, was die Gründe angeht. Denn er will Golf spielen und Turniere gewinnen. Jedoch fühlt er sich nicht in der Pflicht, andere Leute durch Olympia dazu zu animieren.

Weitere internationale Golf- Größen betitelten das Turnier als "belanglos". Die deutschen Golfer hingegen freuten sich über ihre Qualifikation. Für Martin Kaymer (Platz 71 der Weltrangliste), Alexander Cejka (248.), Caroline Masson (53.) und Sandra Gal (85.) war es ein einmaliges Erlebnis. Denn sie beteiligten sich an der ersten deutschen Teilnahme an einem olympischen Golfturnier. Leider wurde diese nicht mit Medaillen gekrönt.

Für die Spiele 2028 in Los Angeles ist eine Durchführung von Golf-Wettbewerben angesetzt, eine finale Entscheidung darüber fällt aber erst nach den Wettbewerben in Tokio.

Auch Tiger Woods enttäuschte die Olympia Fans. Allerdings scheint bei Woods ein Comeback im Allgemeinen eher unwahrscheinlich. Denn zu lange konnte sich die lebende Golf Legende nicht mehr auf seinem früheren Level bewegen. Besonders der physische Zustand erlaubt Woods nicht mehr die Rückkehr auf dem Treppchen. Der einst beste Golfer der Welt wurde bereits zum insgesamt vierten Mal am Rücken operiert.

Zudem habe der 14-malige Major-Sieger verschiedene Trainer gehabt; diese haben Woods immer wieder in seiner Schwungtechnik beeinflusst. Der 41-jährige Woods hat offensichtlich seine Grenzen erkannt. Denn er hat seit Jahren mit großen Rückenproblemen zu kämpfen und erklärte am Mittwoch im Rahmen des Presidents Cup in Jersey City, dass er möglicherweise nicht wieder als Profi auf den Golfplatz zurückkehren werde. Doch Woods blickt positiv in die Zukunft und lässt alles offen - Betfinal würde sich über ein Comeback freuen.

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© www.golfregeln.de - Dr. Jürgen W. H. Niebuhr