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Golfregeln.de - Das Wasserhindernis

Wasserhindernisse auf der Golfbahn

Das Wasserhindernis ist ein Hindernis im Sinne der Golfregeln. Es handelt sich dabei um ein abgestecktes Areal, wobei die Begrenzungspfosten entweder gelb (frontales Wasserhindernis) oder rot (seitliches Wasserhindernis) eingefärbt sind. Typischerweise, aber nicht zwingend, enthält das Areal eine Uferzone und Wasser. Dabei tritt das Wasser in Form eines kleinen Sees oder eines Bachlaufes auf, die zu bestimmten Jahreszeiten auch austrocknen können.

Wie beim Bunker gelten auch hier regeltechnische Erschwernisse beim Schlag, in vielen Fällen muss der Golfball jedoch von vornherein aufgegeben werden, weil er unbespielbar im Wasser liegt. Aus diesem Grund fürchten Profi-Spieler die Wasserhindernisse mehr als Amateure dies tun, da sehr gute Spieler aus fast allen Lagen einen passablen Rettungsschlag anbringen können, nicht jedoch wenn der Ball im Wasser versunken ist. Aufgrund dieses hohen Risikofaktors versuchen Golfer immer einen gewissen Abstand zu einem Wasserhindernis zu wahren.

Wasserhindernisse auf der Golfbahn

Künstlich angelegte Seen dienen einem Golfplatz auch als Wasserreservoir. Verteilt man einige dieser Reservoirs gleichmäßig über das Gelände, so ergeben sich beim Bau eines Bewässerungssystems kurze Wege für die unterirdisch zu verlegenden Schläuche oder Rohre.

Wasserhindernisse stellen auch eine Einnahmequelle für Ballsammler dar. Mit Hilfe einer Tauchausrüstung oder unterhalb der Wasseroberfläche gespannten Netzen lassen sich verschlagene Bälle bergen. Diese Bälle kommen je nach Zustand in verschiedenen Qualitäts- und Preisabstufungen als „Lakeballs“ wieder auf den Markt.

Nach Golfregel 26-1 ist es eine Frage der Umstände, ob ein in Richtung auf ein Wasser­hindernis gespielter Golfball auch wirklich innerhalb oder außerhalb des Wasserhindernisses verloren gegangen ist, oder nicht. Sie oder einer Ihrer Mitspieler müssen gesehen haben, dass der Golfball in das Hindernis gelangt ist oder sich sehr sein.

Sie dürfen Ihren Golfball im Wasserhindernis spielen. Sie können Ihren Golfball nicht nach Golfregel 28 für „unspielbar” erklären.

Wenn Sie Ihren Golfball im Wasserhindernis weiter spielen wollen, dürfen Sie evtl. vorhandenen lose hinderliche Naturstoffe wie lose Zweige oder Äste, wie auch Laub, Steine, Kot, Würmer oder Insekten nicht bewegen. Bewegen oder berühren Sie also lose hinderliche Naturstoffe, erhalten Sie zwei Strafschläge.

Sie dürfen vor Ih rem Schlag nicht die Beschaffenheit des Wasserhindernisses prüfen und nicht den Boden oder Wasser mit einer Hand oder dem Golfschläger berühren.

Sie dürfen aber Golfschläger im Wasserhindernis ablegen und auch hohe Gräser berühren.

Berühren Sie den Boden oder Wasser des Wasserhindernisses mit Ihrem Golfschläger erhalten Sie zwei Strafschläge. Dies gilt auch, wenn Ihnen den Boden oder Das Wasser beim Rückschwung mit Ihrem Schläger berühren.

Sie dürfen nichts tun, um Ihren Stand oder den Raum Ihres Golfschwungs oder die Spiellinie zu verbessern.

Was dürfen Sie als Golfer in einem Wasserhindernis

Seit 2008 müssen Sie beim Golfspiel Ihres Golfballes im Wasserhindernis Ihren Golfball vorher identifizieren. Dabei ist das Spielen eines falschen Golfballs nicht mehr straflos.
Versäumen Sie es Ihren Golfball zu markieren, erhalten Sie einen Strafschlag. Haben Sie markiert und legen Ihren Golfball nicht exakt an die ursprüngliche Stelle zurück, erhalten Sie zwei Strafschläge.
Möchten Sie eine Erleichterung nach Golfregel 26 in Anspruch nehmen und sind sich unsicher, dass Ihr Golfball im Wasserhindernis ist, müssen Sie Ihren vermeintlichen Golfball im Wasserhindernis identifizieren, ansonsten gilt dieser Golfball nach Golfregel 27-1 als verloren oder im Aus.

Ein Golfball ist bereits im Hindernis, wenn er es mit irgendeinem Teil berührt. Die Berührung eines Wasserhindernisses bezieht sich auf seine markierte Grenze und nicht auf das Wasser selber.

Sie dürfen Ihren Golfball im Wasserhindernis straflos spielen, wie er liegt.

Sie dürfen nicht Ihren Golfschläger aufsetzen, ebenso wenig mit dem Golfschläger das Wasser berühren. Sie dürfen auch nicht die Lage des Golfballs durch Ihren Stand bzw. Schwung verbessern.

Sie dürfen nach Golfregel 15-3 keinen falschen Golfball im Wasserhindernis spielen. Spielen Sie dennoch einen falschen Golfball erhalten Sie nach Golfregel 15-3 zwei Strafschläge.

Ferner müssen Sie auch Ihren Spielfehler durch das Spielen des falschen Golfballs beheben, sonst können Sie im Spiel disqualifiziert werden.

Sie dürfen im Wasserhindernis straflos beweg liche Hemmnisse entfernen. Dies ist alles Künstliche wie Dosen, Flaschen, Tees etc. Auch Pfosten, die das Hindernis bezeichnen, dürfen straflos fortbewegt werden. Sie müssen danach die Pfosten wieder zurückstecken. Ansonsten kann dies durch die Spielleitung bestraft werden.

Die Grenzen eines (frontalen) Wasserhindernisses sind gelb mit Pfosten oder Linien markiert. Ihr Golfball ist bereits im Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt.

Sie können unter Hinzurechnung von einem Strafschlag unter folgenden zwei Varianten wählen:

  1. Spielen Sie Ihren Golfball so nah wie möglich von der Stelle, von der Sie außerhalb des Wasserhindernisses gespielt haben.
  2. Lassen Sie einen neuen Golfball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen. Dieser Punkt definiert sich aus einer gedachten geraden Linie zu dem Punkt an dem der ursprüngliche Golfball in das Wasserhindernis fiel. Auf der Verlängerung dieser geraden Linie muß der Golfball fallen gelassen werden. Ausschlaggebend für die Spielposition ist immer der letzte Kreuzungspunkt.

Durch die Gestaltung des Wasserhindernissen ist das Grün nur über eine Zwischeninsel und eine Brücke zu erreichen.

Unter Einbeziehung von einem Strafschlag können Sie zwischen vier Möglichkeiten wählen:

  1. Mit einem Strafschlag können Sie Ihren Golfball so nahe wie möglich der Stelle spielen, von Sei den letzten Schlag „außerhalb” des Wasserhindernisses gespielt haben. War dies der Abschlag, dürfen Sie Ihren Golfball innerhalb des Abschlages spielen und aufteen (vgl. Golfregel 20-5).
  2. Mit einem Strafschlag können Sie Ihren Golfball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen lassen, wobei der Punkt, an dem der ur­sprüngliche Golfball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, an der Ihr neuer Golfball fallen gelassen liegt.
  3. Sie können bei einem „seitlichen Wasserhindernis” die Golfregel 26-1c anwenden und mit einem Strafschlag außerhalb des seitlichen Wasserhindernisses einen Golfball innerhalb von zwei Schlägerlängen, nicht näher zum Loch, von dem Punkt fallen lassen, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat.
  4. Oder Sie spielen Ihren neuen Golfball mit einem Strafschlag innerhalb von zwei Golfschlägerlängen, nicht näher zum Loch, an der gegenüberliegenden Grenze des Wasserhindernisses, gleich weit von Loch entfernt, von dem Punkt fallen lassen, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hatte. Dies ist eine schwer zu erklärenden Variante, kann aber in die Praxis bei seitlichen Wasserhindernissen eine erhebliche Erleichterung sein.

Gerade bei Wasserhindernissen auf einem Golfplatz sollten Sie stets zuvor die örtlichen Platzregeln studiert haben, damit Sie nicht unnötig Strafschläge oder gar eine Disqualifikation vom Golfspiel riskieren.

Ein Wasserhin­dernis kann von der Spielleitung auch als „Biotop” gekennzeich­net werden. Biotope müssen nicht zwingend Wasserhindernisse sein, sondern können auch als „Boden in Ausbesserung” oder als „Aus” gekennzeichnet sein. Sollte Ihr Golfball in so ein Biotop landen, ist es möglich, das die Spielleitung eine genau definierte „Dropzone“ dafür eingerichtet hat.

Regelfälle und Lösungen für Ihr Golfspiel im Wasserhindernis

Die Grenzen eines Wasserhindernisses verlaufen nach unten und senkrecht nach oben.

Wenn sich Ihr Golfball auf einer Brücke „über” einem Wasserhindernis befindet, ist der Golfball im Wasserhindernis. Eine Brücke über einem Wasserhindernis ist nach Golfregel 13-4 ein unbewegliches „Hemmnis”. Somit dürfen Sie daher die Brücke jederzeit straflos berühren, da ein unbewegliches Hemmnis im Wasserhin­dernis kein „Boden” ist. Diese Regelung gilt auch für alles Ange­wachsene im Wasserhindernis, wie z.B. Gras, Büsche oder Bäume.

In den örtlichen Platzregeln kann die Spielleitung die Benut zung einer Drop-Zone erlauben oder vorschreiben. Beachten Sie dabei auch genau die Markierungen für Wasserhindernisses. Wenn das Wasserhindernis zusätzlich mit roten oder gelben Pfosten markiert wurde, ist es ein ausgewiesenes Biotop und darf nicht betreten werden.

Unter Hinzurechnung eines Strafschlags können Sie folgende Verfahrensweisen anwenden:

  • Spielen Sie Ihren Golfball so nahe wie möglich der Stelle spielen, von der der letzte Schlag gespielt wurde (Regel 26-1a).
  • Einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen lassen, wobei der Punkt, an dem der ursprüngliche Golfball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat (auf der zum Grün liegenden Seite), auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, an der der Golfball fallen gelassen wird, liegen muss (Golfregel 26- 1 b) . Das würde bedeuten, dass Sie mit Ihrem nächsten Schlag das Wasserhindernis mit einer kürzeren Distanz überqueren können.

Der Schlag zählt, Sie können jedoch weiterhin unter Hinzurechnung von 1 Strafschlag nach Golfregel 26 für Wasserhindernisse verfahren.

Beachten Sie, dass Sie auch einen Golfball so nahe wie möglich der Stelle spielen können, von der der letzte Schlag außerhalb des Wasserhindernisses gespielt wurde.

Es ist irrelevant, ob sich Wasser in einem Wasserhindernis befindet oder nicht. Ist ein Bereich des Platzes als Wasserhindernis oder als seitliches Wasserhindernis gekennzeichnet, muss es auch als solches nach den Golfregeln betrachtet werden.

Ist ein Wasserhindernis überflutet und breitet sich das Wasser über die Grenzmarkierungen des Wasserhindernisses aus, gilt dieses Wasser als zeitweiliges Wasser. Sie können straflose Erleichterung in Anspruch nehmen.

Sie haben nach Golfregel 26-1a die Möglichkeit, unter Hinzurechnung von einem Strafschlag einen Golfball so nahe wie möglich „der” Stelle spielen können, von der der ursprüngliche Golfball zuletzt gespielt wurde.

Es ist irrelevant, ob sich Wasser in einem Wasserhindernis befindet oder nicht. Ist ein Bereich des Platzes als Wasserhindernis oder als seitliches Wasserhindernis gekennzeichnet, muss es auch als solches nach den Golfregeln betrachtet werden.

Quelle: u.a. www.wikipedia.org

© www.golfregeln.de - Dr. Jürgen W. H. Niebuhr