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Golfregeln.de - Der Golfball

Der Golfball

Die Größe und Beschaffenheit eines Golfballs werden in den Golfregeln definiert.
Der Durchmesser eines Golfballs liegt bei mindestens 42,67 mm, das maximale Gewicht bei 45,93 g. Die Oberfläche des Golfballs ist mit mehreren Hundert in einem Muster angeordneten Dimples (kleinen Dellen) versehen. Durch den Winkel des Schlägerkopfes wird der Golfball beim Schlag in eine Rotation versetzt, die während des Fluges zur notwendigen Richtungsstabilität beiträgt. Durch die Oberflächenstruktur des Golfballes in Verbindung mit der Rotation erhält der Golfball je nach Rotationsrichtung eine seitliche Ablenkung oder Auftrieb und fliegt damit circa dreimal weiter, als das ein glatter Golfball ohne Dimples tun würde.

Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale mit unterschiedlichen Kernen. Neben Hartgummikernen werden zunehmend auch Mehrschichtkerne genutzt.

"Gofball verloren"

Wenn Sie einen Golfball „verloren” geben müssen oder ist er im Aus gelandet ist, dann erhalten Sie einen Strafschlag und müssen Ihren Golfball so nahe wie möglich von der Stelle aus spielen, von der Sie den Ihren Golfball zuletzt gespielt haben. In solchen Fällen bietet es sich an, sofort einen „provisorischen Golfball“ zu spielen. Hierbei zählt die Schlagzahl des „provisorischen Golfballs” unter Hinzurechnung eines Strafschlags.

Ein Golfball ist „nicht verloren”, wenn er sich ungewöhnlich beschaffenem Boden (zeitweiliges Wasser, Boden in Ausbesserung, Loch) befindet. Hier können Sie Erleichterung ohne Strafschlag in Anspruch nehmen.

Sie können jederzeit Ihren Mitspieler dazu auffordern, seinen Golfball aufzunehmen, wenn Sie sich in irgendeiner Weise von dessen Golfball behindert fühlen.

Es ist dabei unwichtig, ob Ihr Mitspieler diese Meinung teil. Fordern Sie Ihren Mitspieler aber mit der gebührenden Höflichkeit zum „Aufheben ” auf!Wird dabei der Golfball vor dem Aufnehmen nicht markiert, erhält der Spieler einen Strafschlag.

Wenn Sie einen Golfball nach der Golfregel 22 aufnehmen, dann sollten Sie diesen möglichst nur mit zwei Fingern anheben und deutlich hochhalten, um Ihren Mitspieler zu dokumentieren, dass Sie Ihren Golfball „nicht reinigen”. Reinigen Sie Ihren Golfball beim Aufnehmen erhalten Sie einen Strafschlag.

Ist Ihr Schwung durch ein Hemmnis behindert, können Sie eine Erleichterung in Anspruch nehmen. Ist Ihr Schwung durch einen „losen hinderlichen Naturstoff” (z.B. ein heruntergefallener Ast eines Baumes) dürfen Sie diesen straflos fortbewegen. Wie groß der vermeintliche Gegenstand ist, ist dabei nicht relevant, er muss „lose” und „natürlich“ sein.

Bitte achten Sie darauf, Sie dürfen nichts, was angewachsen oder befestigt ist, bewegen. Verhalten Sie sich Anders, erhalten Sie zwei Strafschläge. Entscheiden Sie sich am besten für einen provisorischen Ball. Falls Ihr Ball verloren ist, sparen Sie sich und Ihren Mitspielern Zeit.

Spielen Sie aber einen provisorischen Ball erst „nachdem” Sie Ihre Absicht Ihrem Zähler oder einem Mitbewerber mitgeteilt haben.

Ein Golfball gilt als „verloren”, wenn er innerhalb von fünf Minuten Golfballsuche nicht gefunden wurde.

Droppen Sie dazu einen Ball an der Stelle des ursprünglichen Schlags. Treffen Sie diese Entscheidung zügig, denn Sie müssen dies tun, noch „bevor” Sie selbst oder Ihr Partner nach vorne gehen, um den ursprünglichen Golfball zu suchen.

Auf dem Fairway dürfen Sie sich die Spielrichtung auf dem Loch von Jedem straffrei beschreiben lassen. Sie können ruhig fragen, wie das Fairway weiter verläuft und in welcher Richtung die Fahne steht. Um Missverständnisse zu vermeiden, fragen Sie ganz genau und formulieren Sie die Frage nicht so, das Ihr Mitspieler es zu einer Aufforderung zur Belehrung verstehen bzw. interpretieren könnte. In diesem Fall kann Ihnen eine missverständliche Frage zwei Strafschläge einbringen.

Eine Frage nach der Entfernung Ihres Golfballs bis zum Grün gilt nicht als strafbar! Golfspieler dürfen alle Entfernungsangaben über die Distanzen zwischen zwei Objekten (z.B. Golfball, Baum, Bunker, Grün etc.) untereinander auszutauschen. Der Einsatz einer elektronischen Entfernungsmessung (z.B. GPS) kann erlaubt oder verboten sein und ist i.d.R. in der örtlichen Platzregel nachzulesen. Erforderlichen Falls fragen Sie vor Spielantritt die Spielleitung.

Fragen sie während des Golfspiels nach einem Golfschläger ist dies eine Aufforderung zur Belehrung. Sie erhalten dafür zwei Strafschläge. Einzige Ausnahme: Sie fragen Ihren Caddie oder wenn Sie im Team spielen können Sie ihren Golfspielpartner fragen. Gelangen Sie durch bloße „Beobachtung” (ohne körperliche Aktion) zu der Information, welcher Golfschläger verwendet werden sollte, ist dies nicht strafbar (Abgucken wird nicht bestraft).

Außer in einem Wasserhindernis, dürfen Sie Ihren Ball auf dem Platz jederzeit für unspielbar erklären und dadurch von einer Erleichterung nach Regel 28 Gebrauch machen. Diese Entscheidung oder Beurteilung liegt allein in Ihrem Ermessen! Wenn Ihr Golfball in einem Wasserhindernis gelandet ist, haben Sie keine Möglichkeit, einen provisorischen Ball zu spielen.

Sie können dann unter Hinzurechnung von einem Strafschlag unter folgenden drei Möglichkeiten wählen:

  1. Sie lassen Ihren Golfball an der Stelle fallen, an der Sie Ihren letzten Golfball gespielt haben. War die Stelle auf dem Abschlag, so können Sie den Golfball irgendwo innerhalb des Abschlags neu aufteen.
  2. Sie können aber auch einen Golfball in beliebiger Entfernung auf dem Platz hinter dem Punkt, an dem Ihr Ball jetzt liegt (nicht näher zum Loch), auf gerader Linie zwischen diesem Punkt und der Fahne, fallen lassen.
  3. Sie können einen Golfball (nicht näher zum Loch) innerhalb von zwei Schlä ­gerlängen von der Stelle, an der Ihr Ball jetzt liegt, fallen lassen.
Golfball liegt im Wasserhindernis

Wenn Sie nach dieser Regel verfahren, dürfen Sie Ihren Ball nach dem Aufnehmen auch straffrei reinigen.

Erst wenn Ihr Golfball von Ihnen als „verloren und nicht zu finden“ bezeichnet wird, ist dieser Golfball aus dem Spiel und Sie dürfen den provisorischen Golfball unter Hinzurechnung eines Strafschlages weiter spielen. Wird Ihr Golfball innerhalb von max. fünf Minuten gefunden, ist der provisorische Golfball aus dem Spiel. Haben Sie während dieser Zeit Ihren provisorischen Golfball bereits ein zweites Mal gespielt, spielen Sie nach den Golfregeln einen falschen Ball und Sie erhalten Sie zwei Strafschläge.

Ein Golfball ist im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. Daher ist es manchmal erforderlich, zusammen mit Ihrem Zähler oder Mitbewerber die Lage Ihres Golfballes genau zu analysieren.

Liegt Ihr Golfball im Aus und Sie haben einen provisorischen Golfball gespielt, so wird dieser automatisch mit einem Strafschlag zum Golfball im Spiel. Haben Sie keinen provisorischen Golfball gespielt, so müssen Sie nach Golfregel 27-1 einen Golfball mit einem Strafschlag so nahe wie möglich der Stelle spielen, von der Sie den ursprünglichen Ball zuletzt gespielt hatten. Ein in „Aus“ geschlagener Golfball verursacht somit drei Schläge:
Der erste Schlag geht ins Aus und zählt einen Schlag, dazu kommt ein Strafschlag + ein erneuter Schlag = 3 Schläge und das Loch ist noch in weiter Ferne! Die genaue Verfahrensweise wird in Golfregel 20-5 behandelt.

  • Auf dem Abschlag dürfen Sie einen Golfball irgendwo innerhalb des Abschlags aufsetzen, auch auf ein Tee, das ist aber nicht verpflichtend.
  • Im Gelände und Hindernis müssen Sie den Golfball so nah wie möglich an der Stelle, wo Sie ihn zuletzt gespielt hatten, droppen lassen.
  • Auf dem Grün ist der Golfball so nahe wie möglich an die Stelle hinzulegen, wo dieser zuletzt gespielt wurde.

Wenn Sie sich nicht 100 %ig sicher sind, das Ihr Golfball nach dem Abschlag noch im Spiel ist, dann sollten Sie auf jeden Fall einen „provisorischen Golfball“ spielen. Diesen Golfball müssen Sie allerdings spielen, bevor Sie nach vorne gehen, um nach Ihrem ursprünglichen Golfball zu suchen und Sie müssen ihn gegenüber Ihren Mitspielern „ankündigen". Tun Sie dies nicht, wird der zuletzt gespielte Golfball automatisch zum „Ball in Spiel“ zusammen mit einem Strafschlag.

Haben Sie einen „provisorischen Golfball” sehr gut auf dem Fairway platziert, dass Sie den zuletzt geschlagenen Golfball am Liebsten aufgeben möchten? Unser Tipp: Suchen Sie einfach nicht nach dem ersten Golfball. Sie erklären Ihren ersten Golfball für verloren und hoffen, dass Ihre Mitspieler Ihren ersten Golfball nicht finden. Wird er gefunden, haben Sie keine Wahlmöglichkeit, dann ist dieser Golfball „Ball im Spiel“ und muß gespielt werden, so wie er liegt.
Nach 5 Minuten Suche gilt ein Golfball unwiderruflich als verloren und ist aus dem Spiel. Wird solch ein Golfball danach gefunden, darf er nicht mehr gespielt werden. Wenn Sie solch einen Golfball dennoch spielen, haben Sie einen falschen Golfball gespielt und erhalten zwei Strafschläge. Sie müssen Ihren Fehler korrigieren und ihren Golfball im Spiel spielen. Tun Sie dies nicht, werden Sie disqualifiziert.

Ein Golfball gilt als „verloren”, wenn er innerhalb von fünf Minuten Golfballsuche nicht gefunden wurde. Jeder am Golfspiel beteiligte Person sollte bei der Suche helfen (vgl. Golf Eitikette). Wird der Golfball beim Suchen durch Ihren Mitbewerber bewegt, ist dies straffrei. Der Golfball muss aber zurückgelegt werden.
Achtung: Bewegen Sie beim Suchen Ihren Golfball, so erhalten Sie einen Strafschlag und müssen den Ball zurücklegen. Legen Sie Ihren Golfball nicht zurück, erhalten Sie zwei Strafschläge.

Straffrei ist es, wenn Sie Ihren Golfball in zeitweiligem Wasser oder in Boden in Ausbesserung beim Suchen bewegen.

Sie haben den Golfball bewegt – was passiert jetzt?

Wenn Sie, Ihr Spielpartner oder Ihre Caddies eine Golfball im Spiel bewegt haben, erhalten Sie als einen Strafschlag und der Golfball muss zurück gelegt werden.

Sie erhalten keinen Strafschlag, wenn sich der Golfball auf dem Grün beim Markieren oder Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen, beim Entfernen von beweglichen Hemmnissen (also allem Künstlichen), beim Suchen in ungewöhnlich beschaffenen Boden oder zeitweiligem Wasser oder Boden in Ausbesserung oder beim Suchen eines Golfballes im Hindernis unter losen Naturstoffen oder im Sand.

Wenn Sie Ihren Golfball im ungewöhnlich beschaffenem Boden bewegen, dann ist dies für Sie straflos. Sie müssen Ihren Golfball zurücklegen! Vergessen Sie das, erhalten Sie einen Strafschlag.

Golfball richtig markieren

Nicht zu Ihrem Golfspiel ist „alles”, was nicht zu Ihnen oder Ihrer Partei gehört, also Mitbewerber, Schilder, Papierkörbe, Bäume, Tiere, Mitbewerber, Zuschauer, Platzrichter, Platzarbeiter etc.

Achtung: Wenn zwei Golfbälle auf den Grün liegen, und Sie beim Folgeschlag mit Ihrem Golfball den anderen Golfball treffen, dann erhalten Sie zwei Strafschläge und der andere Golfball darf straflos zurück gelegt werden.

Spielen Sie Ihren Golfball von außerhalb des Grüns und treffen dann den Flaggenstock, so ist dies straflos. Wurde aber der Flaggenstock bedient und dennoch getroffen, erhalten Sie zwei Strafschläge. Geschieht Ihnen diese Missgeschick auf dem Grün, erhalten Sie stets zwei Strafschläge.

Treffen Sie sich mit Ihrem Golfball Ihren Partner, Caddie, Ihre Ausrüstung oder sich selbst erhalten Sie eine Strafschlag. Ihr Golfball muß danach gespielt werden wie er liegt.

Trifft Ihr Golfball Ihren Mitspieler, dessen Caddie oder Ausrüstung, oder einen Papierkorb, Schilder, Bäume etc. so ist dies ein unglücklicher Spielzufall und straflos für Sie.

Flaggenstock richtig bedienen

Ihr Golfball muß danach gespielt werden wie er liegt. Ausnahme: nur Ihr Golfball vorher auf dem Grün lag, darf der Golfball straflos zurück gelegt werden und Sie dürfen den Golfschlag wiederholen.

Trifft ein Golfball während des Golfspiels einen anderen Golfball und wird dabei abgelenkt, dann muß der eigene Golfball gespielt werden wie er liegt und der andere Golfball muß zurück gelegt werden. Dafür gibt es keinen Strafschlag (Ausnahme spielen des Golfballes auf dem Grün).

Golfball während des Golfspiels richtig fallen lassen „droppen“

Wenn Sie einen Golfball droppen lassen müssen, z.B. wenn Sie Ihren Golfball in ein Wasserhindernis gespielt haben oder nach einer Erleichterung suchen, dann müssen Sie dabei aufrecht stehen und den Golfball in Schulterhöhe mit ausgestrecktem Arm, nicht näher zum Loch, fallen lassen.

Unterläuft Ihnen dabei ein Fehler, müssen Sie Ihren Golfball erneut fallen. Tun Sie dies nicht, erhalten Sie einen Strafschlag.

Nach Golfregel 20-2 muss Ihr Golfball bei folgenden Fällen straflos erneut fallen gelassen werden:

Golfball richtig droppen
  • Ihr Golfball trifft Spieler oder seine Ausrüstung.
  • Ihr Golfball rollt auf ein Grün und kommt auf dem Grün zur Ruhe.
  • Ihr Golfball rollt ins Aus und kommt im Aus zur Ruhe.
  • Ihr Golfball rollt zurück in die Behinderung, von der die Erleichterung in Anspruch
  • Ihr Golfball rollt in ein Hindernis und kommt darin zur Ruhe.
  • Ihr Golfball rollt aus dem Hindernis heraus, und kommt außerhalb zur Ruhe.
  • Ihr Golfball rollt näher zum Loch als seine ursprüngliche Lage.
  • Ihr Golfball rollt weiter weg als zwei Schlägerlängen vom ersten Auftreffen.

Wenn Sie nach einem dieser Vorgehensweisen Ihr Verhalten nicht korrigieren, erhalten Sie zwei Strafschläge.

Rollt Ihr Golfball nach dem zweiten Versuch in die gleiche Lage wie zuvor, so muss er so nahe wie möglich hingelegt werden, wo er das erste Mal auftraf.

© www.golfregeln.de - Dr. Jürgen W. H. Niebuhr