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Die skurrilsten Golfregeln

Das Regelwerk im Golf legt für verschiedenste Situationen beim Spielen Regeln fest. Mit 34 verschiedenen Regeln werden allerdings sicherlich nicht sämtliche mögliche Geschehnisse auf dem Golfplatz abgehandelt, das wäre wohl auch etwas zu viel des Guten. Die 1754 festgelegten Regeln durch den Deutschen Golfverband (DGV) und die Europäische Golf Association (EGA) handeln die wichtigsten Situationen im Golf ab, für alle weiteren Situationen gibt es zum gewissen Maß Interpretationsspielräume. Doch sobald sich nicht geeinigt werden kann, kommt das Buch der „Entscheidungen zu den Golfregeln“ zum Einsatz. Dieses umfasst ganze 960 Seiten mit den verschiedensten Eventualitäten und möglichen Vorkommnissen beim Golfen. Darin lassen sich einige der skurrilsten Golfregeln finden – und man glaubt es kaum, aber sie alle basieren auf echten Vorkommnissen!

Vorsicht bei angebissener und bissiger Natur

Wie alle Golfer wissen, gibt es beim Golfen immer wieder Situationen, in denen man mit losen Naturstoffen, beweglichen und unbeweglichen Hemmnissen zurechtkommen muss. Während einige lose Naturstoffe, wie Steine oder Zweige außerhalb des Bunkers und des Wasserhindernisses straffrei entfernt werden dürfen, ist dies bei „Nicht zum Spiel Gehörigen“ nicht immer der Fall. Ein interessantes Beispiel stellt hier die Begegnung mit einer Schlange dar. Im Buch der Entscheidungen steht geschrieben, dass eine lebendige Schlange lediglich etwas „Nicht zum Spiel Gehöriges“ ist. Ist die Schlange allerdings tot, ist sie sowohl ein loser Naturstoff, als auch etwas „Nicht zum Spiel Gehöriges“. Dies ist nur eine der vielen Regeln zum Thema Tiere auf dem Golfplatz, die die Welt in einem interessanten Dossier weiter erläutert hat.

Nicht nur bissige Naturstoffe begegnen einem im Golf, anscheinend gab es bereits Vorfälle mit angebissenen Gegenständen. Die Entscheidung ging hier darum, ob eine angebissene Birne, die nicht in unmittelbarer Nähe eines Birnbaums im Bunker liegt, bewegt werden darf. Die Antwort: Nein, denn es handelt sich um einen natürlichen Gegenstand und somit auch trotz des Bisses um einen losen hinderlichen Naturstoff, der im sandgefüllten Sonderhindernis des Bunkers nicht straffrei bewegt werden darf. Also, besser kein angebissenes Obst liegen lassen.

Andere Länder, andere Sitten

Auch ein Aligator liebt einen Golfplatz
Bildquelle: Aligator Golf Cours - Pxhere

Dieses Sprichwort gilt für ungewöhnlich anmutende Ausprägungen alltäglicher Kultur in anderen Ländern, und das auch auf dem Golfplatz. Im Nyaza Golfclub in Uganda kommt es schonmal vor, dass sich ein Nilpferd oder Krokodil auf den Golfplatz verirrt. Landet der Ball in der Nähe eines solchen gefährlichen Tiers, ist es straffrei gestattet, einen neuen Ball in sicherer Entfernung vom Tier, allerdings mit derselben Entfernung zum Loch, neu zu platzieren.

Auch der 1933 gegründete Augusta National Golf Club in den USA hat ein eigenes Regelwerk. Es handelt sich hierbei nach Angaben von Blick.ch um den bestgepflegten Platz der Welt, auf dem auf einer Fläche von 140 ha das weltweit wichtigste Turnier, das US-Masters, ausgetragen wird. Das 77. US-Masters steht am 15. April 2019 an. Dann werden 300 Mitglieder, darunter Jordan Spieth und Rory McIlroy, die am 27. Juli jeweils mit einer Quote von 9,00 und 11,00 auf Betway als Favoriten für den Sieg zählen, wieder auf dem prestigereichen Feld antreten. Um dieses Prestige beizubehalten, ist der Club Fremden gegenüber skeptisch, diese dürfen nämlich die Seite eines Clubmitglieds zu keinem Zeitpunkt verlassen und müssen immer in dessen Nähe bleiben. Außerdem sind die Mitglieder für das Verhalten ihrer Gäste verantwortlich. Ob Gäste wohl bald an die Leine gehören werden?

Witzbolde auf dem Golfplatz

Auch für eventuelle Witzbolde und ungezogene Sprache gibt es entsprechende Regelungen. Die Regeln aus dem Jahr 1864 im schottischen St. Andrews besagen, dass für Caddies „Flüche, Unmäßigkeit, Unehrlichkeit und der Gebrauch der unpassenden oder unhöflichen Sprache […]“ streng verboten sind. Wer etwas Falsches sagt oder flucht, dem kann sogar gekündigt werden. Ist allerdings der Spieler selbst ein Witzbold, sieht das anders aus. Falls jemand auf dem Platz sich einen Spaß erlaubt und die Flagge vom Loch entfernt und an einer anderen Stelle ins Grün gesetzt hat, so gibt es keinen Wiederholungsschlag für denjenigen, der die Flagge an der falschen Stelle angepeilt hat. Natürlich wird immer empfohlen, sich auf dem Golfplatz höflich, fair und mit Anstand zu verhalten, um solche Vorkommnisse zu vermeiden. Es scheint sie allerdings dennoch zu geben…

Die ungewöhnlichen Vorkommnisse und unwahrscheinlichen Situationen im Golf scheinen endlos, schließlich kann man nie genau wissen, was die Natur oder auch die Menschenhand einem bei seinem Golfspiel so vor die Nase setzt. Eins ist jedoch eindeutig: Mithilfe des Buches für „Entscheidungen zu den Golfregeln“ werden auf fast 1.000 Seiten die verschiedensten möglichen Situationen mit Lösung beschrieben. Sie alle basieren auf vorherigen Vorkommnissen, da sind also schon einige skurrile Vorkommnisse dabei.

© www.golfregeln.de - Dr. Jürgen W. H. Niebuhr