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Expertenmeinung zum Einfluss vom X-Factor im Golfsport

Der Golfsport erfreut sich, besonders in den USA, an steigender Beliebtheit. Doch nicht nur die Beliebtheit, sondern auch der Kampfgeist wächst stetig. Der Konkurrenzkampf wird deutlicher und die Taktiken weiten sich aus.
Eine seit einigen Jahren bekannte Strategie nennt sich „X-Factor". Sie wird unter anderem vom 14-fachen Major-Sieger Tiger Woods oder Rory McIlroy ausgeübt.

Was aber ist der X-Factor genau und wie wird er von Experten eingeschätzt?

Was ist der X-Factor?

Unter dem sogenannten X-Factor wird eine Bewegungsreihenfolge in einem bestimmten Winkel beim Golfen verstanden, der zu einem erhöhten Schwung und somit weiteren Schlagdistanzen führt. Dieser Winkel entsteht zwischen der Hüfte und der Schulter. Von oben gesehen befinden sich beide Körperteile in der Form eines „X" zueinander. Die untere Infografik zeigt die „Die Anatomie des X-Factor-Golfschwungs“.

Die Anatomie des X-Factor-Golfschwungs

Bild zur vergrößerten Ansicht
Source: Betway

Studie aus „Journal of Neurosurgery" besagt: Der X-Factor verursacht Rückenprobleme

Die Konkurrenz im Golfsport schläft nie. Daher ist es vielen professionellen Golfern besonders wichtig, immer schneller, weiter und härter schlagen zu können. In einer Studie vom Februar 2019, die im „Journal of Neurosurgery" veröffentlicht wurde, wird jedoch herausgefunden, dass der X-Factor zu ernst zu nehmenden Rückenverletzungen führen kann. Die Ursache für die Verletzungen soll die übertriebene Belastung der Lendenwirbelsäule sein, während ein kraftvoller Abschwung dafür sorgt, dass Scheiben- und Facettengelenke zusammenstoßen.

Expertenmeinung: Interview mit Shane Lawlor

Shane Lawlor ist Golf-Chiropraktiker und hat eine deutliche Meinung bezüglich des X-Factors. In der Tat hatten bereits viele Golfspieler Probleme mit dem Rücken. Laut Lawlor, der sich einem Interview stellte, ist die Ursache für diese Verletzungen jedoch nicht ausschließlich beim X-Factor selbst zu suchen.
Er selbst sei für die Ausbildung des X-Factors, warne allerdings vor überschwänglichem Verhalten. Um auf Langzeit Problemen mit dem Rücken vorzubeugen, müssen für die Ausübung des X-Factors unter allen Umständen Kraft- und Koordinationstrainer sowie Ärzte hinzugezogen werden.
Wie jedoch bereits gesagt, sind die Golfspieler einem großen Leistungsdruck ausgesetzt. Es gibt viele, die den X-Factor ohne professionellen Rat ausüben, sodass es zur Überbelastung der Bandscheiben und einer schmerzhaften Wölbung dieser kommen kann.
Laut Shane Lawlor sollte jeder Golfspieler daher regelmäßig im Fitnessstudio trainieren, um die nötigen Muskelgruppen aufzubauen. Vor allem ist ein kleinschrittiges Vorgehen von großer Bedeutung. Dies verhindert Schmerzen und ein womöglich frühzeitiges Karriereaus.
Durch den bekannten Hitter Cameron Champ, aber auch durch andere nennenswerte Golfspieler begann die Aufklärung bezüglich dieses Themas.
Mithilfe der Aufklärung des Chiropraktikers erhält dieser mittlerweile mehr Kunden, die nicht schon Rückenbeschwerden haben, sondern solche, die diesen vorbeugen möchten. Dadurch ist es Chiropraktikern wie Lawlor möglich, die Muskulatur, Reaktion und Entwicklung bei der Ausübung eines X-Factors einzuschätzen und zu beobachten.
Trotz des enormen Druckes, der auf jedem der Golfspieler einwirkt, müssen Hobby- wie auch Profigolfspieler sich bewusst machen, dass es sich bei der Gewöhnung an den X-Factor um einen Prozess handelt, der weitaus länger als nur ein halbes Jahr andauert.
Ein beobachteter Prozess und ärztliche Meinungen sorgen auf Dauer dafür, dass der Rücken die erweiterte Belastung gut aufnehmen kann. Auf Dauer wird es dem Golfer möglich, den Winkel zwischen Hüfte, Wirbelsäule und Schultern um 5% zu erweitern, sodass erfolgreichere Schläge beim Golf spielen erfolgen können.

 

© www.golfregeln.de - Dr. Jürgen W. H. Niebuhr